Seefeld/Tirol 2016 - Krueger Henning und Elke

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Reiseberichte
Reisebericht Seefeld/Tirol vom 21. Februar 2016 - 28. Februar 2016
Zu ihrem Geburtstag hatte sich Elke einen neuerlichen Besuch im herrlichen Seefeld in Tirol/Österreich gewünscht.

Wir hatten u. a. vor vielen Jahren den 50. Geburtstag von Elke im "Hotel Alpina" verbracht, so dass sie auch dieses Mal wieder dort wohnen wollte. Leider hatte es inzwischen einen Stern verloren, so dass es nur noch ein 3-Sterne-Haus ist.
Trotzdem fühlten wir uns hier wieder wohl  bei nach wie vor gutem Essen und dem kleinen Schwimmbad. Die Ruhe und die Nähe zum Dorfzentrum ist einfach ideal.

Zudem kam Ilse, ihre Schwester, aus Frankreich ebenfalls dorthin. Leider konnte unsere Tochter aus beruflichen Gründen an dieser Reise nicht teilnehmen.

Der Flug von Düsseldorf nach Innsbruck ist ein "Katzensprung" und man kann das herrliche Flair dieses Ortes schon nach kurzer Zeit genießen.

Seefeld in Tirol ist eine Gemeinde mit 3.314 Einwohnern  im Bezirk Innsbruck Land, Tirol (Österreich). Der Ort liegt auf einer Hochebene zwischen Wettersteingebirge und Karwendel an einer seit dem Mittelalter bedeutenden Altstraße von Mittenwald nach Innsbruck.

Seefeld liegt rund 17 Kilometer nordwestlich von Innsbruck und etwa 10 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt auf dem Seefelder Plateau, das von der Mieminger Kette, dem Wettersteingebirge und der Erlspitzgruppe, dem südwestlichsten Teil des Karwendels, umgeben ist.

In der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts erstmals urkundlich erwähnt und seit dem 14. Jahrhundert Wallfahrtsort, profitierte Seefeld nicht nur vom Besuch zahlreicher Pilger, sondern auch vom Niederlagsrecht als Handelsstation zwischen Augsburg und Venedig. Ebenfalls seit dem 14. Jahrhundert wurde im Ort Tiroler Steinöl gewonnen und weithin gehandelt.

Bereits vor 1900 war Seefeld als Urlaubsort beliebt und gehört als bekanntes Wintersportzentrum seit den 1930er Jahren zu den am stärksten besuchten Fremdenverkehrsorten Österreichs. Die Gemeinde, die bereits mehrmals Austragungsort Olympischer Winterspiele war, liegt im Gerichtsbezirk Innsbruck und ist Heimatort von Anton Seelos, dem Erfinder des Parallelschwungs.
Die nächsten Nordischen Skiweltmeisterschaften sind für 2019 in Seefeld geplant.

Das Wetter war in dieser Zeit einfach wunderbar, d. h. jeden Tag blauer Himmel und Sonnenschein.
Schnee war genügend vorhanden, allerdings gab es in dieser Woche so gut wie keinen Neuschnee, was man natürlich auch mal gerne gehabt hätte.
Das kam uns als Nicht(mehr)skifahrern aber entgegen, so konnten wir in dem herrlichen Wandergebiet jeden Tag draußen sein und uns von der herrlichen Bergwelt beeindrucken lassen.

Eine Panorama-Aufnahme aus 9 Bildern von Elke aus diesem Gebiet könnt Ihr hier anschauen:


Gleich am nächsten Tag haben wir mit der Bergbahn einen Ausflug auf die "Rosshütte" gemacht. Hier hat man einen wundervollen Rundumblick, was an der Panorama-Aufnahme auch zu sehen ist.
In der Sonne dort oben bei einem Kaffee oder Punsch zu sitzen ist einfach Erholung pur und nur jedem Besucher zu empfehlen.
Es gibt in Seefeld auch die Möglichkeit kostenlos mit dem Bus zu verschiedenen Aussichtspunkten zu gelangen. So kann man die Gegend auch als Fußgänger sehr gut erkunden.

Auf dem Rückweg von der "Rosshütte" haben wir natürlich den Dorfkern von Seefeld mit seiner tollen Schwimmhalle, der großen Eisbahn und dem berühmten Seekirchl noch ausgiebig angeschaut.
Eine schöne  Aufnahme vom Sonnenuntergang konnte Elke dort mit der Seekirche noch machen.

Bei diesem Rundgang entdeckten wir ein Plakat, dass es am 26. Februar 2016 ein Konzert der "Don Kosaken" in der mitten in Seefeld gelegenen Pfarrkirche St. Oswald geben sollte.
Wir besorgten uns gleich die nötigen Eintrittskarten und freuten uns auf das Konzert in dieser sehr alten Kirche.

Zu Elkes Geburtstag hatten wir ursprünglich vor, eine Schlittenfahrt zur "Wildmoosalm" zu unternehmen.  Diese urige Almhütte mit wunderschönem Ausblick auf die Bergwelt liegt in 1338 m Höhe in der Olympiaregion Seefeld.

Leider war es an diesem Tag so, dass die Straßen frei von Schnee waren und somit keine Schlittenfahrt im üblichen Sinne möglich war, sondern der Schlitten fuhr auf Rädern.
Wir entschlossen uns deshalb den ca. 1-stündigen Fußweg durch die verschneiten Wälder zu wählen. Es gibt allerdings auch eine kostenlose Busfahrt hierhin.
Der strahlende Sonnenschein, der blaue Himmel  und die herrliche Bergwelt ließen uns dann später auf der Terrasse der Wildmoosalm den Tag so richtig genießen. Schöne Speckbretter und sonstige Köstlichkeiten warteten auf uns.

Den Abend begingen wir nach schönem Abendessen in unserem Hotel schließlich in der Dancing-Bar "Tenne" mitten in Seefeld. Bei Livemusik konnte ich Elke und Ilse mit einigen Tänzen erfreuen. Es sei hier angemerkt, dass Rauchen in diesem Lokal erlaubt war, was ja ungewöhnlich genug ist. Ilse hatte deshalb einen "Festabend".

Am 26. Februar 2016 abends gingen wir dann zu dem "Don Kosaken-Konzert" in der Pfarrkirche St. Oswald.

Sie befindet sich im Zentrum von Seefeld und ist eine Wallfahrtskirche, welche St. Oswald geweiht ist. Erste historische Aufzeichnungen stammen aus dem Jahre 1263.
Zu einer der berühmtesten Wallfahrtsstätten Tirols wurde die Kirche durch das sogenannte "Hostienwunder" im Jahr 1384.

Der Legende nach forderte Oswald Milser von der Grenzfeste Schlossberg während der Messe eine größere Hostie als für die "gemeinen Leit". Als er jene bekam, färbte sich die Hostie blutrot und sowohl der Stein, auf dem er kniete, wie auch der Altarstein, an dem er sich festhalten wollte, sanken ein.
Der Abdruck seiner Hand ist heute noch zu sehen. Durch den auf diese Begebenheit folgenden Zustrom von Wallfahrern wurde die Kirche 1425 im Auftrag von Herzog Friedrich mit der leeren Tasche erweitert und 1474 unter Sigmund dem Münzreichen fertig gestellt.

St. Oswald zählt zu den schönsten spätgotischen Kirchenbauten Tirols, das wunderbare Tympanonrelief entlang des Hauptportals erzählt die Geschichte des Hostienwunders, das dreischiffige Innere bietet einige Kostbarkeiten, wie die Fresken aus dem 15. Jahrhundert die Kanzel mit Flachschnitzereien aus dem Jahr 1524, wertvolle Schreinfiguren, einen gotischen Taufstein und das berühmte Tafelbild von Jörg Kölderer aus dem Jahr 1502.
Kaiser Karl IV. passte die Renaissance-Ausstattung der "Blutskapelle", jenem Teil der Pfarrkirche, welcher zur Aufbewahrung der Wunderhostie diente, dem Kunstgeschmack der Barockzeit an, mit Stukkaturen und Deckenfresco von Josef Anton Puelacher.

Leider war es an diesem Abend sehr kalt und die Kirche ist wohl nicht beheizt. Trotzdem war das Konzert in dieser Umgebung wirklich purer Genuss.

Anschließend ging es noch einmal in die Dancing-Bar "Tenne" zum Aufwärmen mit feinen Cocktails.

Am vorletzten Tag hatten wir uns einen Spaziergang rund um den "Wildsee", gelegentlich auch Seefelder See oder Seefelder Wildsee genannt, vorgenommen. Er hat eine Fläche von 6,1 ha und eine maximale Tiefe von 5,1 m. Der Großteil des Sees liegt auf Seefelder Gemeindegebiet, das Süd- und das Westufer gehören zur Gemeinde Reith bei Seefeld.

Gespeist wird er von dem unterhalb des Seefelder Jochs entspringenden Haglbach, der im Südosten mündet, sowie von Wasser aus dem Reither Moor und anderen kleineren Quellen. Sein Einzugsgebiet beträgt knapp 7 qkm. Der Abfluss erfolgt nach Norden über den Seebach in die Isar. Am Ostufer des Sees finden sich kleinere Schilf- und Seggenbestände, am Westufer reicht der Mischwald bis an den See heran. Südlich des Sees breitet sich das Reither Moor aus, ein aus der Verlandung des Wildsees hervorgegangenes, mit Latschen durchsetztes Hochmoor. 1926 wurde der See zum Naturdenkmal erklärt. Das Südufer ist zusammen mit dem Reither Moor Naturschutzgebiet.

Der Wildsee gab vermutlich dem 1022 erstmals erwähnten Ort Seefeld seinen Namen. Kaiser Maximilian I. nutzte ihn für die Fischzucht und ließ Lampreten einsetzen, weshalb der See auch den Namen Lampretensee trug. Die Zucht der damals beliebten Speisefische hielt sich aber nur für wenige Jahrzehnte.
Heute ist der Wildsee im Sommer ein beliebter Badesee mit zwei Strandbädern. Limnologischen Untersuchungen zufolge weist der See einen geringen bis mäßigen Nährstoffgehalt auf. Aufgrund des moorigen Charakters des Sees beträgt die Sichttiefe nur etwa 1 bis 3 m, die Badegewässerqualität wurde 2013 als ausgezeichnet eingestuft.
Der Wildsee ist durch den Sedimenteintrag des Haglbachs von Verlandung bedroht. Zukünftig soll ein östlich der Innsbrucker Straße ausgebaggerter Teich diese Sedimente aufnehmen. Auch eine Vergrößerung des Wildsees selbst steht zur Debatte.

Wir flogen am 28. Februar 2016 wieder via Innsbruck zurück nach Düsseldorf, bzw. Genf.
Seefeld ist immer wieder ein Wintersportort mit viel Anziehungskraft für uns.

Henning Krüger





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