Sharm Sheikh 2011 - Krueger Henning und Elke

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Reiseberichte

Sharm El Sheikh 22. November 2011 - 29. November 2011

Einen herrlichen "Sommerurlaub" verbrachten wir im November 2011 in Sharm El Sheikh im *****Hotel MARITIM Jolie Ville Golf & Resort.
Das Hotel liegt direkt an einer Steilküste, von der aus man über Pontons ins Wasser gelangt. Allerdings gab es auch mehrere kleinere Stellen, an denen man direkt ins Meer konnte.

Da wir im vergangenen Jahr in
El Gouna/Hurghada waren und dort nur mit einem Schiff zum Schnorcheln fahren konnten, haben wir dieses Mal die gegenüberliegende Seite Sharm El Sheikh gebucht, weil man hier direkt am Hotel zum Tauchen bzw. Schnorcheln gehen konnte.
Das Hotel war eine Oase der Ruhe mit einem fantastischen Garten.

Das Wetter war dieses Jahr aber leider nicht ganz so warm (23 - 25 Grad Luft, Wasser 25 Grad, Pool 28 Grad) und es ging ständig ein Wind, so dass man abends nicht draußen essen konnte, es war einfach zu frisch.

Sharm El-Sheikh ist eine ägyptische Stadt im Gouvernement Sinai Süd mit rund 12.000 Einwohnern. Sie liegt südlich des
Sinai-Hochlandes am Roten Meer.

Die Stadt erstreckt sich in Nord-Süd-Richtung am Küstenstreifen zwischen dem
Golf von Suez und dem Golf von Aqaba.

Die nächstgelegene Stadt ist das
Seebad Dahab, die Hauptstadt Kairo liegt ca. 490 km nordwestlich.

Da wir den Urlaub schon Mitte des Jahres gebucht hatten, war es natürlich gerade in dieser Zeit, wo die ersten
Wahlen in Ägypten anstanden, besonders unruhig im Land.
Da wir die Reise nicht umbuchen wollten, weil unsere Schwester/Schwägerin Ilse ebenfalls aus Frankreich angereist war, mussten wir uns damit begnügen, den Hotelbereich nicht groß zu verlassen, weil die Mahnung der Deutschen Botschaft hieß, größere Menschenansammlungen in dieser Zeit unbedingt zu meiden.

Erstmals wird Sharm El-Scheikh 1762 auf Seekarten verzeichnet. Bis in die 1980er Jahre war die Stadt ein Fischerdorf mit ungefähr 100 Einwohnern, durch den Tourismus wuchs es sprunghaft.

In den letzten Jahren ist Sharm El-Sheikh immer wieder Treffpunkt internationaler Delegationen zur Beilegung des Nahost-Konflikts gewesen.

Sharm El-Sheikh war zwischen den 1950er und den späten 1970er Jahren Schauplatz mehrerer kriegerischer Auseinandersetzungen. 1955 wurde das Gebiet im Zuge der
Suezkrise besetzt, im darauf folgenden Jahr wieder an Ägypten zurückgegeben.

1967-1982 war die Siedlung nach dem
Sechstagekrieg von Israel besetzt.

In der Nacht vom 22. auf den 23. Juli 2005 war die Stadt das Ziel von Terroranschlägen. Es ereigneten sich in der Stadt und dem nahe gelegenen Vorort
Naama Bay drei Bombenexplosionen, bei denen mindestens 88 Menschen getötet und nach Angaben des ägyptischen Gesundheitsministers Mohamed Awad Tageddin weit mehr als 200 verletzt wurden.

Im März 2011 tauchte im Internet ein Memo auf, laut dem die Anschläge vom ägyptischen Sicherheitsdienst in Auftrag gegeben wurden, und nicht von der zuvor unbekannten Abspaltung des Terrornetzwerks al-Qaida, die sich zu den Anschlägen bekannt hatte.

Sharm El-Sheikh hat sich zu einem der beliebtesten und teuersten Seebäder Ägyptens entwickelt. Die Stadt ist wirtschaftlich vollständig auf den Tourismus ausgerichtet. Zahlreiche Restaurants, Märkte, Diskotheken, Golfclubs, internationale Hotels und Fastfood-Filialen haben sich im Ort niedergelassen.

Im Vorort Naama Bay  gibt es mehrere Spielkasinos. Die relative Freizügigkeit und die Legalisierung des Glücksspiels führen innerhalb Ägyptens zu heftiger Kritik und konservative Kreise fordern eine Respektierung der islamisch-arabischen Traditionen.

Wir haben die
Naama Bay einen Tag besucht und fühlten uns strandmäßig wie am "Ballermann" in Mallorca. Liege an Liege und fast ausschließlich ausländische Gäste. Die größte Gruppe dürften dort im Moment die Russen sein. In den Hotels sind die Speisekarten in englisch und russisch geschrieben, nicht in deutsch.

Sharm El-Sheikh besitzt die größten und bedeutendsten Tauchreviere im
Golf von Aqaba. Unter Tauchern werden die zahlreichen Korallenriffe geschätzt. Sharm El-Sheikh ist nicht zuletzt wegen der guten Wasserqualität und warmen Temperaturen beliebt.

Um das empfindliche Ökosystem im Roten Meer zu schützen, wurde bei
Ras Mohammed ein Nationalpark eingerichtet, der nur mit offizieller Genehmigung betreten werden darf.

Am 1. Dezember 2010 wurden vier Personen, drei Russen und ein ukrainischer Staatsbürger, von einem Hai attackiert und verletzt. Fünf Tage darauf wurde eine ältere deutsche Touristin im Golf von Aqaba von einem Hai getötet. Der Hai hatte der 71-jährigen Rentnerin einen Arm und ein Bein abgebissen, worauf sie verblutete. Später wurden zwei Haie gefangen, man vermutet jedoch, dass es sich nicht um die Angreifer handelte. Schon ein Jahr zuvor wurde im Roten Meer ein französischer Tourist von einem Hai getötet.

Der internationale
Flughafen Sharm El-Sheikh steht mit mehr als fünf Millionen Passagieren (2006) nach Kairo an zweiter Stelle in Ägypten. Ursprünglich war der 1968 eröffnete Flughafen ein israelischer Militärflugplatz, der nach dem Friedensvertrag zwischen Israel und Ägypten mit der Rückgabe des Sinai an Ägypten seinen heutigen zivilen Charakter erhielt. Im Mai 2007 wurde ein zweites Terminal mit einer jährlichen Kapazität von acht Millionen Passagieren eröffnet.

Straßenverbindungen und ein regelmäßiger Busverkehr bestehen u. a. nach Eilat, Nuweiba, Dahab, Kairo, Alexandria und Sues.
Vom Hafen der Stadt gibt es regelmäßige Fährverbindungen nach Hurghada und Aqaba, es legen regelmäßig Kreuzfahrtschiffe an.
Ein öffentliches Personennahverkehrsnetz besteht nicht. Der Nahverkehr wird von privaten Minibussen bewältigt; Touristen nutzen Taxis, Mietwagen oder Shuttlebusse, die von großen Hotels gestellt werden.

Ras Mohammed ist der Name eines Nationalparks in Ägypten. Er liegt an der Südspitze der Sinai-Halbinsel und in direkter Nachbarschaft zur Touristen-Hochburg Sharm El-Sheikh.
Durch ein Gesetz gründete die ägyptische Regierung 1983 den Nationalpark, der offiziell "Ras Mohammed Marine Protected Area" heißt.

Die
Riffe des Nationalparks haben ihn zu einem beliebten Tauchziel für Taucher aus Sharm El-Sheikh gemacht. Vor allem die Riffe Jackfish Alley, Shark Reef und Yolanda Reef sind begehrte Tauchplätze.

Jackfish Alley kennzeichnet sich durch eine kleine Höhle, die man bei einem Strömungstauchgang durchtauchen kann, und eine sandige Straße, wo man oft auf schlafende Haie trifft. Große Thunfische und Jackfische ziehen hier oft vorbei.

Das
Shark Reef und das Yolanda Reef liegen direkt an steilen Riffwänden, die bis zu 800 m tief abfallen. Durch die besonders starke Strömung an dieser Stelle trifft man auf zahlreiche Fischarten und eine einzigartige Korallenwelt. Das Yolanda Reef wurde nach einem Frachtschiff benannt, das 1980 hier sank, und dessen Ladung - hauptsächlich Kloschüsseln - immer noch auf dem Riff verteilt ist.

Einen
Schiffsausflug mit Tauch- und Schnorchelgang wollten wir uns aber nicht entgehen lassen.
So fuhren wir mit dem Bus am 26. November 2011 in den Hafen von Ras Mohammed und gingen dort an Bord eines Tauchschiffes, was uns an der Küste entlang in den Nationalpark brachte.
Dort konnten wir dann mehrfach zu Tauch- bzw. Schnorchelgängen an den Korallenriffen schwimmen.
Was uns gar nicht gefiel, war die Tatsache, dass die Tauchschiffe an den Korallenbänken festgemacht wurden. Das hinterlässt doch Schäden, die nicht wieder gutgemacht werden können.

Es waren wunderschöne Tage am Roten Meer und wir haben uns dort auch in diesem Jahr, trotz der Unruhen in weiten Teilen des Landes, sicher und gut gefühlt.

Für nächstes Jahr werden wir aber auf Grund der politischen Umstände erst einmal ein anderes Ziel suchen.

Henning Krüger

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